Unter dem Leitwort „250 Jahre Postdienst in Iserlohn“ hat Heinz Halank im Jahre 1982 erstmals ein Postmuseum eröffnet, und zwar an historischer Stätte, im „Gasthof zur Post“ in der Grüne. Was damals noch notgedrungen provisorisch sein msste, wird nun im Masteschen Fabrikenhaus planvoll und um viele Ausstellungsstücke bereichert dargeboten. Der Förderkreis Iserlohner Museen, schon immer ein Förderer der postgeschichtlichen Sammlungen, hat in seinen Reihen Menschen gefunden, denen die Verwirklichung eines Postmuseums mehr und mehr zu einem Herzensanliegen geworden ist. Vor allem Reinhard Frohne gebührt der Dank des Förderkreises und darüber hinaus der Dank der Bürgerschaft! Im Mittelpunkt unserer Ausstellung steht die Post der Stadt Iserlohn und der Grafschaft Mark, die Iserlohn mit der großen Welt verbunden hat. Die Metallverarbeitung hat in der Stadt Iserlohn im 18. Und 19. Jahrhundert zu einer bedeutenden Industrie geführt. Für die weitreichenden Handelsverbindungen wurde es immer wichtiger, die Stadt Iserlohn an die großen Postwege anzubinden.Die Rolle des Postdienstes ist gar nicht hoch genug einzuschätzen. Er
überwand topographische und politische Hindernisse und förderte Handel und Wandel.
Das Postmuseum führt den Besuchern die Geschichte des Postwesens und seiner kulturhistorischen Begleiterscheinungen vor Augen. An ausgesuchten Beispielen zeigt es, wie die Entwicklung der Post ihren Gang nahm und heute durch Automation und Telekommunikation verändert wird.
Im Märkischen Kreis gibt es ca.3.300 Handwerksberiebe mit rund 30.000 Beschäftigten. Es ist eine Wirtschaftsgruppe mit hoher Innovation und bemerkenswerter Geschichte. In den letzten hundert Jahren hat sich das Handwerk viel stärker verändert als in den vorangegangenen Jahrhunderten. Die technische Revolution, die modernen Kommunikations- und Informationstechniken sowie andere Lebensgewohnheiten haben das Handwerk kolossal verändert. Traditionsreiche Handwerkszweige sind vom Markt verschwunden, neue Gewerke haben sich aufgetan. Das Handwerksmuseum in Iserlohn will die traditionsreiche Vergangenheit des märkischen Handwerks anschaulich machen. In den 13 Räumen werden auf 2 Etagen die wichtigsten Handwerksberufe im Märkischen Kreis dargestellt. Handwerkszeuge, Produkte, Arbeitstechniken sowie Fotos und Dokumente belegen die Bedeutung vieler Handwerksberufe im Verlauf der Jahrhunderte. Dabei wird auch jeweils eib Bezug zum Handwerk gegeben. Das Handwerksmuseum will seinen Besuchern auch die Möglichkeit geben, neben der Jahrhunderte alten Tradition den heutigen Fortschritt in den verschiedenen Handwerkberufen zu erleben. Ein Kernpunkt der Ausstellung, die noch ausgebaut werden soll, ist der geschichtliche-gesellschaftliche Strukturwandel im Handwerk.
Klaus Rainer Sprenger
(Vorsitzender Förderkreis Iserlohner Museen bis November 2007)
Anfragen und Kontaktadresse Museum für Handwerk und Postgeschichte:
Öffnugszeiten:
Mittwochs, Donnerstags, Samstags und Sonntags vormittags von 10.00 bis 12.00 Uhr
Freitags nachmittags von 16.00 bis 17.30 Uhr
außer Feiertags
Führungen nach Absprache mit Frau Ilona Höche
Wapschledde 28, 58638 Iserlohn
Tel. 02371/809213
E-Mail: höche@hagen.ihk.de